Eisengewinnung


Für die Herstellung von Eisen muss Eisenerz abgebaut werden.

Das für die Herstellung von Eisen benötigte Eisenerz wird sowohl im Tiefbau, als auch in Tagebau gewonnen. Hierbei sind vor allem Förderstätten in Südamerika, der Ukraine, in China, Kanada und Australien von großer Bedeutung, da diese Länder teilweise enorme Eisenvorkommen besitzen. In Deutschland wird schon seit dem Jahr 1987 kein Eisen mehr abgebaut.

Das Eisenerz wird bei der Weiterverarbeitung eingeschmolzen.

Nach dem Abbau des Eisenerzes wird dieses zumeist auf direktem Weg zum Einschmelzen zu einem sogenannten Hochofen transportiert. Im Hochofen wird das Eisenerz abwechseln mit Kohle schichtweise eingebracht und erhitzt. Bei dem Schmelzvorgang wird aufgrund einer Reaktion zwischen dem Kohlenstoff aus der Kohle und den Eisenoxiden das Eisen flüssig und verbindet sich beim Abkühlen zu dem sogenannten Roheisen. Zumeist herrschen in derartigen Hochöfen Temperaturen von bis zu 2000°C vor. Die Verflüssigung des Eisens, welche aus diesen hohen Temperaturen resultiert, nennt man Reduktion. Das bei der Reduktion entstehende Abfallprodukt, die sogenannte Schlacke, kann, nachdem sie abgekühlt ist, für die Herstellung von Zement verwendet werden. Das flüssige Eisen und die Schlacke werden erst außerhalb des Hochofens mithilfe von Spezialverfahren voneinander getrennt, indem die Schlacke mit kaltem Wasser abgeschreckt wird und diese im Anschluss zu feinem Glassand erstarrt.

Das Roheisen wird im Stahlwerk von den restlichen Verunreinigungen befreit.

Da das Roheisen in der Regel noch bis zu 5% Verunreinigungen beinhaltet, muss es im Stahlwerk noch vor der Weiterverarbeitung mithilfe von Spezialverfahren von diesen befreit werden.